
Mit dem Tagebluchbloggen ist es bei mir ein bisschen wie mit meinem Garten. Da warte ich immer viel zu lange, bis ich mal einen Gärtner anrufe und von Tag zu Tag verwildert der Garten immer mehr und es wird mir zunehmend unangenehmer anzurufen, was die Sache dann weiter und weiter in die Länge zieht. Und jedes Mal nehme ich mir hinterher vor, beim nächsten Mal früher dran zu sein, damit es für alle Beteiligten leichter ist und gefühlt wird es von Mal zu Mal später und später.
Hier habe ich immerhin die Möglichkeit, das Datum des Blogbeitrags zu faken, so dass es im Nachhinein so aussieht, als sei der Bericht über den Monatsfünften tatsächlich bereits in den Abendstunden des Monatsfünften entstanden, doch zugegebenermaßen trifft dies in den seltensten Fällen zu.
Auch am 5. August fragte Frau Brüllen wieder, was wir so gemacht haben den ganzen Tag und zum Glück hatte ich mir Notizen gemacht und darf berichten:
Selbstverständlich begann ich auch diesen Tag damit, auf dem Handy Blöcke zu zerschießen.
Nach einem schnellen Brötchenfrühstück sammelte ich im Haus das Pfandglas zusammen, packte es ins Auto und fuhr zur Fußpflege.
Als meine Mutter während der Coronazeit einen Termin bei der Fußpflegerin nicht wahrnehmen konnte, da sie das Heim nicht verlassen durfte, bzw. hätte sie nach dem Verlassen nicht wieder zurück hinein dürfen, übernahm ich den Termin und seitdem gehe ich regelmäßig hin. So auch heute. Im Anschluss machten wir gleich die beiden nächsten Termine aus, denn die Fußpflegerin ist begehrt, da muss man am Ball bleiben. Und zum Glück ist es bei mir ja nicht bei allem so wie mit dem Garten und dem Tagebuchbloggen.
Anschließend brachte ich im Supermarkt das Pfandglas weg und kaufte ein.
Wieder zuhause angekommen verräumte ich die Einkäufe und regelte ein paar Termine mit Schüler*inneneltern und Kolleg*innen. Die Ferien neigen sich dem Ende zu und nächste Woche beginnt das neue Schuljahr.
Ich zerschoss noch ein paar Blöcke.
Dann übte ich West Side Story, übermorgen beginnen die ersten Orchesterproben. (Während ich dies hier schreibe, liegt das komplette Projekt inzwischen bereits hinter mir: es war sehr sehr cool oben am Saarpolygon!)
Zum Mittagessen Gyoza und Sushi und ein paar zerschossene Blöcke. Nebenher „Geschichten aus dem Leipziger Zoo“ geguckt und Lust bekommen, zusammen mit den (längst erwachsenen) Kindern dort hin zu reisen. Ich war bereits einmal dort, inklusive Frühstück auf der Veranda, die sich in Richtung Kiwara-Savanne öffnet, das war total schön.
Am späten Nachmittag kam trotz Ferien ein Geigenschüler. Da ich in der kommenden Woche wegen der Endproben für die West Side Story nicht unterrichten kann, holte ich diesen Unterricht zum Teil bereits vor.
Zum Abendessen gab es ein Stück Zwetschgenstreuselkuchen und Das Perfekte Dinner und dann noch einen österreichischen Krimi. Und eine Doku über Paris bei Nacht.
Und zum Tagesausklang mussten natürlich noch ein paar Blöcke zerschossen werden.
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