Ceviceo Ensemble

Das Ceviceo Ensemble spielt Sonaten des deutschen und des italienischen Barock, u.a. von Vivaldi, Corelli, Händel, Telemann, Bach und Heinichen.

Ceviceo Ensemble, Foto: Maren Röttig




Eine große gemeinsame Leidenschaft für die reichhaltig bestückte Triosonatenbesetzung hat die vier Instrumentalist:innen mit Barockappeal 2023 für ein Pilotprojekt zusammengeführt. Einem ersten erfolgreichen Konzert in Saarbrücken folgten weitere Auftritte im Saarland. Weil die musikalische und persönliche Chemie so gut passt, musizieren die vier (Wahl)-Saarländer:innen weiterhin in der farbenreichen und spannenden Besetzung Oboe, Violine, Violoncello und Cembalo. Aus den Anfangsbuchstaben der beteiligten Instrumente ist auch der Ensemblename zusammengesetzt.

Das beliebte Genre mit zwei Soloinstrumenten plus Basso continuo, in dem die Melodiestimmen mal im Dialog stehen, mal ineinander verwoben sind, bietet den Musiker:innen die perfekte Spielwiese, sich nach Herzenslust auszutoben – ob galant, gesanglich oder virtuos. In Werken des deutschen und italienischen Barock von Vivaldi, Corelli, Händel, Telemann, Bach und Heinichen.


Solveigh Röttig – Violine

Tobias Schmitt – Oboe

Gabi Szarvas – Violoncello

Eri Takeguchi – Cembalo

Solveigh Röttig studierte bei Jacek Klimkiewicz und Franciszek Jurys an der Darmstädter Akademie für Tonkunst. Als Geigerin war sie u.a. in den Orchestern der Staatstheater von Kassel, Darmstadt und Saarbrücken tätig. Konzertreisen führten sie u.a. nach Polen, Frankreich, Holland und Italien. Den saarländischen Kammermusikliebhabern ist sie aus zahlreichen Konzerten mit dem Haydn Quartett Saarbrücken bekannt. Auch als Mitglied weiterer Formationen, u.a. Ensemble Corventou, In.Zeit Ensemble und Duo Recobrado widmet sich Solveigh Röttig neben ihrer pädagogischen Tätigkeit intensiv der Kammermusik. Sie hat als Geigerin der Band Seldom Sober ihre Freude am Irish Folk entdeckt, spielt in den letzten Jahren zunehmend Jazz und ist Mitglied des genreübergreifenden No Limits Streichquartetts.

Tobias Schmitt wurde im Saarland geboren. Nach dem Studium an den Musikhochschulen in Saarbrücken, Basel und Weimar (bei Prof. Armin Aussem, Prof. Omar Zoboli sowie Prof. Axel Schmidt) und Engagements beim Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und am Staatstheater Darmstadt war er von 2002 bis 2005 Englischhornist und Oboist am Anhaltischen Theater in Dessau und wechselte 2005 als Solo-Englischhornist zum Gewandhausorchester nach Leipzig. Seit 2008 ist er Mitglied der Erzgebirgischen Philharmonie Annaberg-Buchholz/Aue, zunächst als Solo-Oboist, seit 2018 als stv. Solo-Oboist mit Verpflichtung zum Englischhorn. Tobias Schmitt kann auf große Erfahrung im Bereich der Kammermusik als Mitglied mehrerer etablierter Ensembles verweisen, wie z.B. des Concento-Bläserquintetts, des Quartetts „O-Ton“ und des „Ensemble Ponticello“ und ist darüber hinaus seit 1997 Solo-Oboist im Basler Festival Orchester.

Gabi Szarvas wurde als Tochter zweier Berufsmusiker in Kaiserslautern geboren. Mit 7 Jahren bekam sie den ersten Cellounterricht bei Ulrich Voss in Saarbrücken, später bei Elisabeth Woll und Mario Blaumer von der Deutschen Radio Philharmonie. Nach einem Studium der Soziologie, Sozialpsychologie und Erziehungswissenschaften arbeitet sie seit 2001 bei SR 2 KulturRadio (inzwischen SR kultur) in der Musik- und Kulturredaktion als Moderatorin, Redakteurin und Reporterin. Parallel ist sie als semiprofessionelle Cellistin aktiv, spielt als festes Mitglied im European Academic Orchestra, im Kammerorchester der Großregion, in der Camerata Musici con Medici und im Collegium Instrumentale Saarbrücken. Darüber hinaus auch in kurzfristig zusammengestellten Ensembles im Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxemburg.

Eri Takeguchi ist Organistin und Cembalistin. Sie arbeitet als Organistin an der Friedenskirche in Merzig und als Korrepetitorin an der Hochschule für Musik Saar. Sie begann bereits in jungen Jahren mit dem Klavierspiel bei Kanna Aoki und entwickelte während ihres Studiums in Tokio ein Interesse an historischen Tasteninstrumenten. Sie setzte ihre Ausbildung am Conservatorium van Amsterdam bei Prof. Pieter van Dijk fort. Seit 2008 studiert sie mit einem Stipendium des japanischen Kulturministeriums an der Hochschule für Musik Saar bei Prof. Andreas Rothkopf (Orgel) und Lutz Gillmann (Cembalo). Ihr besonderes Interesse gilt dem Ensemblespiel und der Improvisation in der Barockzeit. In den letzten Jahren war sie in die Aktivitäten des Helicona Project eingebunden. Aktuell widmet sie sich unter der Anleitung von Prof. Enrico Baiano dem italienischen Barockrepertoire und dessen Einfluss auf die spätere europäische Musik.