WMDEDGT 09/2025

„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

Dieser Monatsfünfte fiel auf einen Konzerttag – „Kuchen am Pool“ im Garten des Café Fräulein Ida – und somit beantworte ich diesmal mehr oder weniger auch die Frage, was ich an einem Konzerttag den ganzen Tag so mache.

Noch im Bett googelte ich nach Infos zu Autumn Leaves. Denn ich würde abends beim Konzert auch ein paar Dinge ansagen und nur Titel und Komponisten zu nennen wäre ja langweilig. Es braucht auch die eine oder andere Geschichte drum herum. Ich fand heraus, dass es einen Tatort aus dem Jahr 2022 gibt, in dem fünf verschiedene Versionen des Songs vorkommen und nahm mir sogleich vor, den Films in die heutige Konzertvorbereitung mit einzubauen. „Vier Jahre“, so der Titel des Tatorts. Auch von Aki Kaurismäki gibt es einen Film, in dem der Song vorkommt und hier ist bereits der Filmtitel ein Hinweis darauf: „Fallende Blätter“. Auch diesen Film werde ich mir anschauen, allerdings irgendwann später einmal, denn zwei Filme an einem Konzerttag wären neben all den anderen Dingen, die da so zu tun sind, dann doch zu viel.

Zum Frühstück gab es Weetabix und eine kurze Begegnung mit Maren, die gerade ins Fitnessstudio aufbrach. 

Nach dem Frühstück fuhr ich kurz ein Paket abholen und packte es anschließend zu Hause aus. Diesmal passten die Schuhe.

Telefonat mit Luise.

Dann widmete ich mich dem für den Abend benötigten Equipment. Testete ein paar Einstellungen der Lampen, die ich mir ausgeliehen hatte. Baute den neuen Mikrofonständer auf und versuchte, das von Maren ausgeliehene Mikrofon daran zu befestigen. Hatte dunkel in Erinnerung, dass sie gestern noch irgendwas sagte wie „das musst du mit Gewalt machen“, aber war mir nicht mehr sicher und traute mich dann doch nicht so richtig und wartete lieber ab, bis sie wieder daheim war. (Spoiler – Sie sagte: „Das musst du mit Gewalt machen!“ Und damit klappte es dann auch.)

Der Geige widmete ich mich mit einer kleinen Einspielübung. Ganz ohne Gewalt und auch nicht allzu lange, denn ich wollte mir noch genug Energie für den Abend aufbewahren.

Statt weiter zu üben kochte ich ein Hühnercurry und aß eine Portion davon zu Mittag.

Und schaute zumindest den Anfang des Tatorts. Um ihn fertig zu schauen, fehlte dann doch die Zeit. Ich war sehr zufrieden, dass direkt am Anfang schon Bob Dylans Version von „Autumn Leaves“ kam, denn das ist die einzige Fassung, die mir unbekannt war, die anderen vier Versionen, die im Laufe des Films noch kommen, kenne ich bereits.

Dann duschte ich und suchte Kleidungsstücke zusammen, die warm genug waren, um auch bei 14 Grad noch Geige spielen zu können, denn das war die Temperatur, die für den späteren Abend angekündigt war. Ich zog also mehrere Schichten übereinander an inklusive eines Pullovers. Ich trage nie Pullover! (Spoiler: Ich habe sehr geschwitzt an dem Abend, war damit aber glaube ich mehr oder weniger auch die Einzige.)

Ich lud all mein Equipment ins Auto und fuhr nach Reinheim.

Im Garten des Café Fräulein Ida angekommen waren wir recht lange mit dem Aufbau beschäftigt. Die ersten Zuhörerinnen kamen bereits noch bevor wir auch nur einen einzigen Ton für den Soundcheck gespielt hatten.

Andi hatte einen von Jutta zusammengestellten Picknickrucksack für uns dabei mit ganz viel klein geschnibbeltem Gemüse und Käse etc, total lieb, leider blieb nicht viel Zeit dafür, aber immerhin ganz kurz versammelten wir uns nach dem Soundcheck dann auch noch kurz zum Picknick. Mit herrlicher Aussicht ins Bliesgau.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Konzert zu spielen an diesem wunderbaren Ort. Und auch der Mond begleitete unser Konzert traumhaft schön. 

Ich habe mich darüber gefreut, viele Bekannte und Freunde zu treffen und auch die Familie in Form meiner Kinder war vertreten.

Gute Besserung an Eva, die Sängerin meiner früheren irischen Band, die leider gestürzt war auf dem Weg zum Konzert und deren Weg stattdessen leider ins Krankenhaus führte.

Nach dem Konzert bis kurz vor Mitternacht gab es noch ein gemütliches Beisammensein der Band mit Gastgeberin Rosi und deren Mann und den beiden Helferinnen bei Nudelsalat und Himbeer-Quark-Dessert und vielen Anekdoten. Auch hier nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diesen herrlichen Abend, allen voran an Rosi!

Wer sich dafür interessiert, was andernorts so los war, kann dies wie immer bei Frau Brüllen nachlesen.

Tags:

Hinterlasse einen Kommentar